Montag, 20. Juni 2011

The Big 3 ran into the Big D!!!

Langsam habe ich mich erholt von den vergangenen zwei Monaten. Das Playoff-Fieber hatte mich wie in den Jahren zuvor fest im Griff. Basketball! Dallas, Dirk. In diesem Jahr hat sich sogar mein gesamter Biorhythmus an das nächtliche Schauen angepasst. Ich brauchte nicht mal einen Wecker, um pünktlich zu Beginn des letzten Viertels wach zu sein. Hat immer funktioniert.

Spiel  6 der Serie gegen Miami, das in der Nacht zum Pfingstmontag ausgetragen wurde, wollte ich in voller Länge am nächsten Morgen schauen. Mal wieder eine Nacht ausschlafen, keine Medien nutzen, keine Sportseite oder Nachrichtenseite anklicken, sondern direkt zur Aufzeichnung. Ging schief. Ich war so darauf eingeschossen, dass ich mich nicht austricksen konnte. Kurz nach Mitternacht war ich ins Bett gegangen, gegen halb drei so ungefähr war ich wach und schaute auf mein Handy: Dallas mit 12 Punkten vorn - 40-28. Da war ich ich schlagartig auf den Beinen. Die können das schaffen, auch in Miami. Rechner an und da saß ich, übernächtigt, nur mit dem Willen, es nicht zu verpassen, wenn Nowitzki Sportgeschichte schreibt.

Es war wahrscheinlich eh eine blöde Idee, das Spiel nicht live zu sehen. Wie hätte sich das angefühlt? Fast eine Stunde Basketball zu schauen und dabei zu wissen, dass das Spiel längst aus und alles entschieden ist, die Mavs und Nowitzki entweder Meister sind oder doch in das gefürchtete siebte Spiel müssen.

Ein NBA-Spiel dauert etwas zweieinhalb Stunden, wobei die reine Spielzeit 48 Minuten beträgt. Der Rest sind Time-Outs, Pausen und Werbeunterbrechungen. Viel zu lang. In der normalen Saison schaue ich mir deswegen fast immer nur das letzte Viertel an. Oder am nächsten Tag die Aufzeichnung, die im Netz liegt, und überspringe alle Pausen.

Aber bei diesem Spiel? Das ging nicht, das war schließlich nicht irgendein ein x-beliebiges NBA-Spiel. Das war das Spiel, das kaum einer für möglich gehalten hatte. Big D. oder Nowitzki gegen die großen Drei - Wade, James, Bosh. Klare Sache eigentlich.



Das Drehbuch dieser Playoffs jedenfalls war gut, und wer immer es geschrieben hat, er verdient meinen vollen Respekt. Dallas, das Team mit den Herren im schon etwas fortgeschrittenen Alter, bereits abgestempelt als Team ohne Siegergen, ein Team, das es in den vergangenen Jahren spätestens in der zweiten Runde der Playoffs erwischte, was ich meist schlaftrunken miterlebte. Dann war da noch die Tragödie von 2006, als die Mavs gegen die Heat verloren, obwohl sie beinahe schon 3:0 führten und am Ende 2:4 unterlagen. In diesem Jahr aber passierte etwas, was so gut wie unmöglich war. Ich hätte jede Wette gehalten. Die Mavs schießen die Lakers 4:0 ab? Nie. Nicht in diesem Leben. Was sich im vierten Spiel gegen die Lakers abspielte, war einer der schönsten Momente, die ich im Sport gesehen habe. Die Mavs machten die Lakers nach Strich und Faden fertig, versenkten einen Dreier nach dem anderen und gewannen 122:86.

Gegen Oklahoma Thunder setzten sich die Mavs durch - und dann kamen sie: Wade, James, Bosh  und die Miami Heat. Das Team der Superhelden, das erst vor der Saison zusammengestellt worden war, und das große Finale. Das erste Spiel ging weg, und das Glück schien Nowitzki zu verlassen. Sehnenriss  im Mittelfinger der linken Hand. In Spiel 2 sahen die Heat wie der sichere Sieger aus, ein paar Minuten noch und 15 Punkte vor. Doch dann drehte Nowitzki auf und riss das Spiel herum (Wer es noch nicht gesehen hat!). Ich kann es bis heute nicht richtig glauben. Das Drama ging weiter. Es kam die Heimniederlage in Spiel drei, die Erkältung Nowitzkis und dennoch der Sieg in Spiel 4. Und dann auf einmal in Spiel 5 und 6 hatten die Mavs Miami einfach als Mannschaft den Zahn gezogen. Eine große Geschichte dieses Finale. This one goes out for Dirk and the Mavs! Eine große Sportgeschichte, das alles!

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

DIIIIIIIIIIIIIIIRTK!!!!

Anonym hat gesagt…

Epic!

Schöner Bericht :-)